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Beliebter Osten: Warum sich studieren in den neuen Bundesländern lohnt

Studieren in OstdeustchlandOb Jena, Leipzig oder Potsdam – ein Studium in den neuen Bundesländern ist allemal eine Überlegung wert. Geringe Lebenshaltungskosten, sichere Plätze im Hörsaal oder moderne Räume locken an die Universitäten im Osten. Auch eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt: Studenten in den neuen Bundesländern sind mit ihrer Ausbildung deutlich zufriedener. Und auch Professoren der westdeutschen Unis empfehlen den Abiturienten ein Studium in Brandenburg, Sachsen oder Thüringen. Prof. Wolfgang Löwer, Lehrstuhlinhaber an der Universität Bonn plädiert dafür, dass mehr Abiturienten ein Studium im Osten beginnen. Nur so können finanzielle Ressourcen besser verteilt und Studienbedingungen verbessert werden.

Die Vorteile der östlichen Bundesländer

Während im Westen die Hörsäle oft überfüllt sind und Professoren unter chronischem Zeitmangel leiden, sinken in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen die Schulabgängerzahlen. In den neuen Bundesländern sind die Studiengänge perfekt organisiert, die Betreuung wird zeitintensiver gestaltet und es fällt nicht schwer, das Studium in der Regelzeit zu schaffen. Hier lädt durch die niedrige Schulabgängerzahl oft eine familiäre Atmosphäre zum Studieren ein. Die Studierenden finden immer einen Ansprechpartner und die Professoren kennen sogar ihre Namen. Einzigartige Studiengänge sind ebenso meist im Osten zu finden. Im Westen muss so mancher Kommilitone aus Platzmangel inzwischen ins Kino statt in den Hörsaal. Im Osten hingegen locken die Universitäten mit guter Ausstattung. Im Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) gehen im Ausstattungsvergleich alle vorderen Plätze an Universitäten der neuen Bundesländer. Innovativ sind die ostdeutschen Hochschulen auch in der Vernetzung. Hier findet der Studierende mehr Verbindung zu Forschungsinstitutionen und Unternehmen – praxisnahe Ausbildung wird damit garantiert. Ein weiterer und besonders wichtiger Aspekt: die meisten Ost-Unis erheben keine Studiengebühr. Wohnen ist ebenfalls billiger im Osten. Der Durchschnittsmietpreis beträgt hier monatlich 238 Euro, in den alten Bundesländern zahlen Studenten für das Gleiche 291 Euro. Bei vielen Kulturangeboten fallen die Ermäßigungen für Studenten im Osten ebenfalls höher aus.

Studie belegt: Studium Im Osten wird besser bewertet

Neben der länderübergreifenden Marketingkampagne „Studium in Fernost“ werben die einzelnen Bundesländer um zukünftige Studenten. Mit dem Slogan und der Webseite „Pack dein Studium“ locken die sächsischen Hochschulen wie Leipzig, Dresden oder Chemnitz junge Menschen, sich für ein Studium in den östlichen Bundesländern zu bewerben. Unterstützt werden die Hochschulen auch von Meinungsforschern. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat die Zufriedenheit von Studenten in beiden Teilen des Landes untersucht. Demnach würden 87 Prozent der Studierenden ihre Ost-Uni wieder wählen, im Westen sind es nur 82 Prozent. 61 Prozent verteilen sogar Bestnoten für Betreuung, Infrastruktur und Berufsvorbereitung in den neuen Bundesländern.
Die Berufschancen sehen Studierende in allen beiden Regionen übrigens gleich. Und auch die deutsche Wirtschaft macht wenig regionale Unterschiede bei ihrer Auswahl der Studienabsolventen.

Redaktion
Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de