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Berufsbegleitend Studieren: Ein Überblick

Viele Arbeitnehmer stoßen in ihrem Berufsleben irgendwann an dem Punkt, wo ihre Karriere ins Stocken gerät. Ein weiterer Aufstieg ist dann nur noch mit einer höheren Qualifikation möglich. Für die meisten bedeutet das die Aufnahme oder Wiederaufnahme eines Studiums. Dabei gibt es eine Menge Fragen des Interessenten und auch zu beachtende Dinge.

Fast jede private oder staatliche Universität oder Hochschule in Deutschland bietet für Berufstätige mit normalen Arbeitszeiten geeignete Modelle an. Für das Management im Klein- und Mittelstand bieten die Berufsakademien verschiedene Möglichkeiten.

Voraussetzungen für ein Studium
Der entscheidende Faktor um ein Studium neben dem normalen Beruf aufzunehmen sind Selbstmotivation, Durchhaltevermögen und ein ausgeklügeltes Zeitmanagement. Die Mehrfachbelastung über Jahre hinweg sollte in keinem Fall unterschätzt werden. Auch die Absprache mit Familie und Freunden sollte bedacht werden um deren Unterstützung und Verständnis zu haben. Nicht vergessen werden darf der Arbeitgeber selbst, der mit seiner Unterstützung nicht unwesentlich am Erfolg beteiligt ist. Dabei kann der Arbeitgeber sowohl finanziell als auch bei der Gestaltung der Arbeitszeit den Studierenden wesentlich unterstützen.

Bevor man aber an all diese Dinge denkt, sollte man sicher gehen, dass man auch die entsprechenden Voraussetzungen in der Qualifikation mitbringt. Der einfachste Einstieg gelingt dann, wenn man bereits das Abitur oder die Fachhochschulreife in der Tasche hat. Aber auch ohne Abitur kann man studieren. Hier sollte man einen Studiengang wählen, der zum bereits abgeschlossenen Ausbildungsberuf passt. Außerdem ist es erforderlich, dass man bereits drei Jahre in dem Beruf gearbeitet hat.

Berufsbegleitendes FernstudiumKosten eines Studiums
Hat man all diese Voraussetzungen geklärt, steht der finanzielle Aspekt zur Diskussion. Kann man sich das Studium leisten? Welche Möglichkeiten der Unterstützung gibt es?
Der Interessent sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Studium immer zwischen 9 000 und 13 000€ kosten wird. Steuerlich kann man jährlich 4 000€ geltend machen. Ist der Arbeitgeber daran interessiert, dass sich sein Mitarbeiter weiterqualifiziert, wird er sich an den Studienkosten beteiligen, sei es ganz oder zu einem bestimmten Teil. Bereits ausgebildete Akademiker, wie zum Beispiel Zahnärzte, die sich spezialisieren wollen, müssen die Kosten selbst tragen. Sie können nur die steuerlichen Vergünstigungen nutzen.

Wichtig für die Kalkulation der Studienzeit ist es jedoch sich bei verschiedenen Universitäten und Hochschulen zu informieren, da die Kosten sehr variieren. Die Wahl sollte immer eine Kombination zwischen sinnvollem Studiengang und vorhandener finanzieller Möglichkeiten sein.

Wahl des Studiums und des Studienganges
Generell gibt es zwei Varianten des Studiums. Das berufsintegrierende Studium kann nach Abschluss der Berufsausbildung aufgenommen werden. Während des Studiums wird der Job nur in Teilzeit ausgeführt. Das berufsbegleitende Studium hingegen ist gekennzeichnet durch Selbststudium und Begleitseminare. Diese Art des Studiums erfordert einen höheren Kraftaufwand vom Arbeitnehmer. Welche Variante gewählt wird, hängt auch vom Arbeitgeber ab, da er während des berufsintegrierenden Studiums auf einen Teil der Arbeitskraft verzichten muss.

Die Wahl der Studienrichtung sollte davon geprägt sein, welchen Karriereweg der Arbeitnehmer in Zukunft gehen will. Dabei ist es förderlich, solche Studiengänge in den Berufsfeldern zu wählen, die einen Fachkräftemangel zu verzeichnen haben oder die ganzjährig eine hohe Zahl an Absolventen benötigen.
Großer Beliebtheit erfreuen sich auch solche Studiengänge, die Wirtschaftswissenschaft und Sprachen kombinieren (International Business Communication).

Gründe für ein berufsbegleitendes Studium
Der wesentlichste Grund, sich noch einmal auf die Schulbank zu setzen und zu büffeln, ist die Aussicht auf einen Karrieresprung im eigenen Unternehmen. Nicht zu unter schätzen ist aber auch der Fakt, dass durch den staatlich oder auch international anerkannten Abschluss sich die Chancen für den Arbeitnehmer auf dem globalen Arbeitsmarkt grundsätzlich zum Positiven hin verändern.
Wer nach all diesen Punkten sich immer noch für ein berufsbegleitendes Studium begeistern kann, sollte den Weg und die Mühen nicht scheuen und sich der Herausforderung stellen.

Hier auch noch ein Video zum Thema Fernstudium:



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