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Fernstudium: Die Finanzierung

Ein berufsbegleitendes Studium bzw. Fernstudium kostet meist Geld – nämlich in Form von Semesterbeiträgen oder sogar monatlichen Studiengebühren. Zwar verdient man als berufsbegleitender Studierender auch während des Studiums Geld durch seine Berufstätigkeit, allerdings ist Unterstützung durch weitere Finanzierungsmöglichkeiten auch wichtig. Nachfolgend werden passende Möglichkeiten zur Studienfinanzierung dargestellt.

1.) Familie
Egal ob als junger Schulabgänger oder bereits Berufstätiger – die eigenen Eltern bzw. die gesamte Familie ist sicherlich einer der Hauptansprechpartner beim Thema Studienfinanzierung. Auch wenn es nicht immer große Beträge sind bzw. sein können, auch mit geringen Mitteln lässt sich ein Teil der Studienkosten begleichen.

2.) Arbeitgeber
In den letzten Jahren hat die Bedeutung und damit auch die Anerkennung der berufsbegleitenden Weiterbildung stark zugenommen. Arbeitgeber schätzen es, wenn sich ihre Mitarbeiter nebenberuflich qualifizieren und dadurch dem Unternehmen mit neuem Wissen zur Verfügung stehen. Oftmals unterstützen Firmen ihre Mitarbeiter auch, um sie weiterhin an sich zu binden und nicht Gefahr zu laufen, dass der Mitarbeiter nach erfolgreichem Studienabschluss das Unternehmen verlässt.

Die Unterstützungsmöglichkeiten sind von Firma zu Firma verschieden, hier hilft auf jeden Fall ein Gespräch mit den Vorgesetzten bzw. der Personalabteilung. Tipps zur Verhandlung der Unterstützung finden Sie beispielsweise in diesem Artikel auf Studieren-Berufsbegleitend.de.

Ein weiterer Hinweis: Falls Ihr Arbeitgeber einen monetären Zuschuss zum Fernstudium bezahlt, sollten Sie vereinbaren, was mit den gezahlten Beträgen bei einem Abbruch des Studiums passiert. Teilweise verlangen Firmen dann eine Rückzahlung.

3.) Steuerlich absetzen
fernstudium steuer absetzenDie Kosten für ein berufsbegleitendes Studium kann man zu einem mehr oder weniger großen Teil von der Steuer absetzen. Genauer gesagt gibt es zwei Möglichkeiten: Als Werbungskosten (max. 6.000 Euro/ Jahr) oder als Sonderausgaben (komplette Kosten/ mehr als 6.000 Euro/ Jahr). Die Unterscheidung liegt darin, ob Sie vor dem berufsbegleitenden Studium bereits ein Erststudium oder eine Ausbildung erfolgreich absolviert haben und/ oder wenn von dem Studium ein konkreter Nutzen wie bessere Aufstiegschancen ausgeht. Letzteres ist eigentlich immer der Fall.

Absetzen kann man in der Steuererklärung z.B. die Kosten für Bücher, Fahrten und Semesterbeiträge.

4.) Stipendien
Für ehemalige Auszubildende unter 25 Jahren bietet das Bildungsministerium ein Weiterbildungsstipendium an, bei dem man in einem Zeitraum von 3 Jahren bis zu 6.000 Euro Unterstützung erhält. Alle Infos gibt es unter www.weiterbildungsstipendium.de.

Wer schon älter bzw. länger im Berufsleben ist, für den kommt evtl. das Aufstiegsstipendium in Frage. Es ist ebenfalls vom Bildungsministerium aufgelegt. Die Informationen dazu finden Sie unter www.aufstiegsstipendium.de.

Zudem bieten oftmals auch Hochschulen Stipendienmöglichkeiten an. Diese werden aber meist nicht offen kommuniziert, um zuviele Bewerber zu vermeiden. Fragen Sie daher gezielt bei den für Sie in Frage kommenden Institutionen nach.

Quelle

Bilder: Rolf van Melis & adel / pixelio.de