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Kontinuierliche Weiterbildung für Beschäftigte unerlässlich – Studie der DUW

Laut der von der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) durchgeführten Studie „Schöne neue Lernwelt? Berufliche Weiterbildung im Wandel“ unter 1.005 Arbeitnehmern in Deutschland geht die Mehrheit der Befragten davon aus, dass die kontinuierliche Weiterbildung zunehmend wichtiger wird. 74 Prozent sagten, dass dies in 10 Jahren noch viel stärker der Fall sein wird. Dabei gaben jedoch 11 Prozent an, sich von ihrem Vorgesetzten unter Druck gesetzt zu fühlen, da eine hohe Erwartungshaltung bestehe, sich fortzubilden.

Beschleunigung in allen Lebensbereichen
Die Präsidentin der DUW, Prof. Dr. Pellert, vergleicht Lernen mit einer ständigen Herausforderung, die sich nicht zuletzt durch die sich ständig und immer schneller verändernden Technologien ergibt. Wissen sei zwar immer griffbereit, veralte aber in immer kürzeren Zeitabständen. Durch die auftretende Beschleunigung und gewachsene Anforderungen an die Beschäftigten entwickelt sich ein Druck auf die Arbeitnehmer, die natürlich bestrebt sind, sich immer auf dem neusten Stand zu halten. Für Unternehmen sei es wichtig, ihren Angestellten gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu bieten und so den Druck auf sie zu reduzieren, auch um Ausfälle von Mitarbeitern durch Burn-out zu vermeiden.

Fortbildung zwingend notwendig
Dabei hat etwa die Hälfte der Befragten angegeben, dass eine Fortbildung in ihrem Beruf unerlässlich ist. Hilfreich fanden dagegen 32 Prozent die Notwendigkeit einer Weiterbildung. Entscheidendes Kriterium bei der Einschätzung des Stellenwertes für Fortbildungsmaßnahmen ist der Abschluss der Befragten. Je höher dieser ausfiel, desto wichtiger schätzten sie Weiterbildungsangebote ein. Während es früher möglich war, in seinem Berufsfeld ausgelernt zu haben, ist dies heute sogar für Handwerker nicht mehr der Fall. Auch sie müssen für eine gleichbleibende Arbeitsqualität ständig auf dem neusten Stand sein.

Angebote von Arbeitgebern versus Eigeninitiative
Die befragten Experten vertreten wie auch 71 Prozent der Befragten der Studie die Meinung, dass Arbeitgeber bessere Lern- und Weiterbildungsangebote anbieten müssen. Dabei geht es neben der Übernahme von Fortbildungskosten auch um Angebote mit aktuellem Inhalt. Erstaunliche 60 Prozent glauben jedoch, dass ihr Arbeitgeber von ihnen erwartet, sich in Eigeninitiative um die Fortbildung zu kümmern. Auch Prof. Dr. Pellert kommt zu diesem Ergebnis.

Kombination von formalen und informellen Angeboten
Das informelle Lernen direkt am Arbeitsplatz gewinnt neben den klassischen Studiengängen und Zertifikaten immer mehr an Bedeutung. Dabei geht es vor allem um Gespräche und Anleitungen von Mitarbeitern untereinander, aber auch um Selbstlernangebote im Internet. So passiert das Lernen häufig nebenbei. Dies kann von Arbeitgebern auch als Hilfestellung für die Angestellten eingesetzt werden, die sich überfordert fühlen. Die Lernphasen werden so Bestandteil des normalen Arbeitstages.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de