Studium & Studieren Blog

Studie über das Ansehen des berufsbegleitenden Studiums

adhibeoAdhibeo, das Wissenschaftsmagazin der Hochschule Fresenius berichtet über eine Studie, die sich mit Abiturienten beschäftigt, welche erst nach Jahren der Berufstätigkeit ein Studium aufnehmen. Die Fachpublikation berichtet davon, dass für die meisten Abiturienten zunächst zwei Optionen infrage kommen, entweder Studium oder Ausbildung. Zwei Drittel studieren direkt nach dem Abitur, andere starten erst nach einigen Jahren der Berufserfahrung ein berufsbegleitendes Studium und machen sich damit für so manchen Arbeitgeber attraktiv. Zunächst fällt es vielen Berufstätigen schwer, sich wieder an den Lernprozess zu gewöhnen, doch Durchhalten lohnt sich, denn ein berufsbegleitendes Studium zahlt sich auf jeden Fall aus.

Die Zahl der Studierenden mit Berufserfahrung steigt
Etwa 500.000 Schüler haben alleine im Jahr 2012 eine Hochschulzugangsberechtigung erhalten. Die deutliche Mehrheit hat inzwischen ein Hochschulstudium aufgenommen. Trotz aller Anstrengungen, die damit verbunden sind, war es für diese Schüler ein sinnvoller nächster Schritt. Nicht wenige denken aber anders und möchten zunächst ins Arbeitsleben einsteigen und berufliche Erfahrungen sammeln. Von ihnen ist zu hören, dass ein Studium auch noch später begonnen werden könnte. Tatsächlich zeigen Statistiken, dass sich immer mehr Berufstätige für ein Studium nach einigen Jahren der Berufstätigkeit entscheiden. Die Option eines berufsbegleitenden Studiums ist dabei gefragt, denn der Arbeitsplatz bleibt erhalten. Einige kündigen aber auch ihren Job und nehmen ein Vollzeitstudium auf.

Berufsbegleitendes Studium als gute Mischung zwischen Praxiserfahrung und Theorie
In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach berufsbegleitenden Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten stark gestiegen. Dennoch fragen sich viele Berufstätige, ob sich der Aufwand letztlich lohnt, denn ein Studium neben der Arbeit kann erheblich einschränken, verbunden mit der Frage, ob die Karrierechancen durch einen solchen Schritt auch tatsächlich erhöht werden. Außerdem befürchten viele Interessenten im Wettbewerb und Vergleich mit Vollzeitstudenten den Kürzeren zu ziehen. Diese Ängste sind jedoch unbegründet, denn die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Personalverantwortliche in dieser Hinsicht keine Präferenz haben. Im Gegenteil, denn das Konzept des lebenslangen Lernens findet auch in den Unternehmen immer mehr Akzeptanz. Durch die Vorteile der Berufserfahrung trauen Personaler den Absolventen berufsbegleitender Studiengänge sogar mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu.

Auch wer später startet, bleibt keinesfalls auf der Strecke
Doch auch Vollzeitstudenten müssen wegen der Konkurrenz nicht gleich schwarzmalen, denn ihre Defizite lassen sich beispielsweise durch Werkstudentenjobs oder Praktika wieder ausgleichen. Das Konzept des lebenslangen Lernens findet auch gesamtgesellschaftlich immer mehr Akzeptanz. Die Nachfrage nach berufsbegleitenden Studiengängen wird also auch in Zukunft steigen. Aufgrund der gestiegenen Bedürfnisse nach Weiterbildung in allen Altersgruppen als auch wegen des demografischen Wandels blicken die Anbieter berufsbegleitender Weiterbildung positiv in die Zukunft. Selbst dann, wenn die Zahl derer steigt, die nach Schulende eine Hochschullaufbahn einschlagen.