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Freizeitwissenschaften haben viel Potenzial für Studierende

In den USA sind Professuren für Leisure Studies oder Recreation an nahezu jeder Universität oder den Colleges zu finden. Im deutschsprachigen Raum hingegen tut sich das akademische Establishment schwer damit, den Freizeitwissenschaften in den Universitäten und Hochschulen ihren Platz einzuräumen. Lehrstühle in Bielefeld (Prof. Dr. Wolfgang Nahrstedt), Hamburg (Prof. Dr. Horst W. Opaschowski) oder Aachen (Prof. Dr. Franz Pöggeler) wurden in den letzten 20 Jahren nicht wieder besetzt, so dass nur wenige Leuchttürme wie die Professur für Angewandte Freizeitwissenschaft (Prof. Dr. Renate Freericks) an der Hochschule Bremen, der Lehrstuhl für Freizeitmanagement, Gesundheit und Tourismus am Baltic College (Prof. Dr. Ulrike Fergen) oder die Kommission Pädagogische Freizeitforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) das wissenschaftliche Erbe der pädagogischen Freizeitforschung angetreten haben. Dennoch zeigte die 4. Zukunftskonferenz der Kommission Pädagogische Freizeitforschung in der Autostadt Wolfsburg und die jetzt erschienene Jahresschrift von „Spektrum Freizeit“ unter dem Titel „30 Jahre pädagogische Freizeitforschung“, dass sich die pädagogische Freizeitwissenschaft im 21. Jahrhundert weiter ausdifferenziert und facettenreich entwickelt hat.

Dazu betragen helfen einer der Herausgeber der „Spektrum Freizeit“, Prof. Dr. Torsten Fischer, der Autor Prof. Dr. André Schulz und die Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Ulrike Fergen. Sie lehren an der privaten Hochschule Baltic College in den freizeitorientierten Bachelor-Studiengängen „Management im Gesundheitstourismus“ und „Hotel- und Tourismusmanagement“ sowie den Master-Studiengängen „Marketing-Management im Tourismus“ und „Management im Kulturtourismus“. Gemein ist diesen Studiengängen, dass innerhalb der Freizeitwirtschaft der Fokus auf Tourismus bzw. Gesundheitstourismus liegt. Dabei sind Management und anwendungsorientiertes Tourismusmarketing nicht wegzudenken.