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Johannes-Gutenberg-Universität stellt Rekord in E-Prüfungen auf

Prüfung am PCFür viele Studenten in der Bundesrepublik gehören Tests und Prüfungen auf digitalen Lernplattformen zum Alltag. Flächendeckend findet man diese schnelle, aber auch etwas unpersönliche, Prüfungsvariante vor allem in Fernstudiengängen.

Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz nutzt elektronische Prüfungsverfahren jedoch auch für ihre regulären Studenten in erheblichem Umfang. Mit inzwischen mehr als 150.000 solcher elektronischen Prüfungen steht die Universität deutschlandweit an der Spitze, was die Nutzung digitaler Prüfungsverfahren anbelangt.

Tatsächlich sind mittlerweile sämtliche Fachbereiche der Uni an das elektronische Prüfungsverfahren angeschlossen. Begonnen hat das ILIAS getaufte Projekt bereits im Wintersemester 2004/2005. Das universitätseigene Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) betreut die Online-Plattform sowie etwa 80 % der Campus-Rechner.

Von den Lehrenden wird das elektronische Prüfungssystem vor allem wegen dessen kreativer Gestaltungsmöglichkeiten geschätzt. So können neben klassischen textbasierten Prüfungsfragen auch Ton- und Filmsequenzen genutzt werden. Zudem bietet das System 14 verschiedene Prüfungsvarianten von Multiple Choice über Lückentexte und Zuordnungsaufgaben bis zu Freitextaufgaben. Bis auf letztere werden alle Prüfungsergebnisse direkt von der ILIAS-Software ausgewertet. Das erspart den Dozenten viel Arbeit und der Universität Kosten.

Für die Studierenden besteht der Vorteil der elektronischen Prüfungen dagegen in einer deutlich schnelleren Auswertung der Ergebnisse.Ob die digitalen Prüfungen auch Auswirkungen auf die Erfolgsquote der geleisteten Prüfungen zeigt, teilte die Universität in ihrer Pressemitteilung leider nicht mit.

Redaktion
Dieter Schütz / Pixelio.de