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Aktienhändler werden: Kann man das studieren?

Schon seit Jahren übt die Börse auf die Menschen eine kaum zu beschreibende Faszination aus. Einerseits liegt das an den Gewinnmöglichkeiten, andererseits natürlich auch an zahlreichen Filmen („The Wolf of Wall Street, „Wall Street“ und dergleichen). Wer träumt nicht heimlich davon, als Aktienhändler das große Geld zu verdienen? Doch welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Schild der Wall Street

Studium oder Ausbildung?

Es hängt in erster Linie vom Beruf ab, ob ein Studium oder eine Ausbildung empfohlen werden kann. In den Lebensläufen der Aktienhändler finden sich oft sogar beide Ausbildungen – also die Ausbildung zum Bankkaufmann und das anschließende Studium der Wirtschaftswissenschaften. Jedoch kann auch ein Quereinstieg möglich sein. Zu beachten ist, dass ein BWL-Studium aber noch lange keine Garantie mehr ist, damit man einen Job als Aktienhändler bekommt. Das liegt vor allem am Stellenabbau. Einerseits haben viele Unternehmen ihre Geschäftstätigkeiten ins Internet verlagert und bieten zahlreiche Leistungen nur noch online an, andererseits sind es technische Weiterentwicklungen, die dafür gesorgt haben, dass nun deutlich weniger Mitarbeiter benötigt werden. Zudem haben Absolventen des dualen Studiums und erfahrene Fachkräfte auch deutlich bessere Chancen als die BWL-Studenten. Gute Chancen haben auch Studenten, die einen spezialisierten Abschluss haben – also Wirtschaftsmathematiker, Wirtschaftsingenieure oder Wirtschaftsinformatiker. Zudem sind folgende Faktoren zu berücksichtigen, die am Ende dafür sorgen, ob man einen Job an der Börse bekommt: Studienschwerpunkt, Renommee der Universität, Praxiserfahrung, internationale Erfahrungen und die Noten. Möchte man ausschließlich als Aktienhändler sein Geld verdienen, so braucht man unter Umständen gar keine Ausbildung. Schlussendlich wird der Börsenhandel im Zuge kaufmännischer Ausbildungen oder in den wirtschaftswissenschaftlichen Studienfächern kaum berücksichtigt. Natürlich haben Absolventen den Vorteil, dass sie Finanznachrichten und auch Unternehmensabschlüsse leichter verstehen, jedoch können sich auch Quereinsteiger dieses Wissen aneignen.

Auf dem Weg zum Aktienhändler

Der Klassiker unter den ganzen Börsenjobs? Der Aktienhändler. Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig. Zu Beginn stellt sich die Frage, ob die Ausbildung zum Bankkaufmann reicht oder ob man auch studieren möchte. Wer den Titel Wertpapier- oder Börsenhändler führen will, muss – unabhängig von der gewählten Ausbildung – die Händlerprüfung bestehen, die bei der „Deutschen Börse AG“ abgelegt wird. Besteht man die Prüfung, erhält man die Börsenzulassung. Um für die Prüfung zugelassen zu werden, braucht man eine theoretische Ausbildung oder auch eine gewisse Berufserfahrung. Wer glaubt, dass es genügt, dass man die Antwort auf die Frage „was sind CFDs?“ weiß, der irrt. Folgende Kenntnisse werden im Zuge der Prüfung abgefragt: Preisbildung und Abwicklung, Börsenrecht, Xetra-Marktmodell, Börsensegmente und auch die Grundlagen von Terminmarktprodukten. Die Händlerprüfung kostet in der Regel 200 Euro.
Aktienkurse

Überteuerte Lehrgänge und nichtssagende Bestätigungen

All jene, die Aktienhändler werden wollen, sollten die Ausbildung bei einem zuverlässigen und seriösen Partner machen. Im Internet finden sich immer wieder Lehrgänge, wobei diese oftmals überteuert sind. Des Weiteren gibt es zahlreiche Anbieter, die nur unzureichendes Wissen vermitteln. Erhält der Teilnehmer am Ende nur eine Bestätigung, so muss er sich bewusst sein, dass diese von der Börse mitunter gar nicht anerkannt wird. Wer also den Beruf richtig erlernen will, der sollte mehrere Jahre einplanen.