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Nach dem Studium bewerben

Nach dem Hochschulabschluss soll schnellstmöglich ein guter Einstieg in den Beruf erfolgen. Endlich auf eigenen Beinen stehen und Karriere machen – das ist der Wunsch vieler Absolventen. Mit einer geschickten Bewerbung steigen die Chancen, doch die Konkurrenz ist groß. Wie sticht man aus der Vielzahl an Mitbewerbern heraus?

Erfahrungen vorweisen

Gute Noten mögen von Vorteil sein, doch ebenso wichtig ist es, den Eindruck zu vermitteln, dem Tätigkeitfeld gewachsen zu sein und die Anforderungen zu kennen. Wenn Bewerber durch Praktika oder Studentenjobs bereits mit dem Berufsfeld in Berührung gekommen sind und erste Erfahrungen sammeln konnten, ist eine günstige Grundvoraussetzung gegeben. Die gewonnenen Kenntnisse können im Bewerbungsanschreiben dazu genutzt werden, sich ins rechte Licht zu rücken. Das Anschreiben ist vor allem Werbung, es ist ein Fehler, den Lebenslauf noch einmal zu wiederholen oder sich in Standardfloskeln zu verlieren. Besser ist es, den Schwerpunkt auf erworbene Qualifikationen und Fähigkeiten zu richten, die den Arbeitgeber davon überzeugen, dass man der Richtige für den Job ist.

Die persönlichen Stärken sind der individuelle Vorteil den anderen Bewerbern gegenüber. Sie sollten hervorgehoben werden. Selbstlob ist jedoch unangebracht, Klasse ist gefragt. Konkrete Beispiele belegen Erfolge und Stärken und lassen sie glaubwürdig erscheinen. Konnte man im angestrebten Berufsfeld noch keine Erfahrungen sammeln, können auch ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement positiv wirken.

Lebenslauf als Orientierungshilfe

Der Lebenslauf sollte gut strukturiert werden und übersichtlich sein, weswegen die tabellarische Form bevorzugt wird. Lücken oder Widersprüche sollten unbedingt vermieden werden. Selbst die Auszeit, die sich man nach dem Studium in Form einer Reise gegönnt hat, sollte besser als solche erwähnt werden, anstelle eine Lücke zu hinterlassen, die Fragen aufwirft und den Arbeitgeber zweifeln lässt.

Laut allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz dürfen Arbeitgeber kein Foto mehr verlangen, dennoch ist es nach wie vor willkommen. Für das Bewerbungsfoto sollte man einen erfahrenen Fotografen bemühen, der auf dem Foto eine positive Ausstrahlung hervorheben kann.

Neben den üblichen Abschluss- und Arbeitszeugnissen gewinnen Referenzschreiben an Bedeutung. Ein Empfehlungsschreiben aus geeigneter Quelle hinterlässt einen guten Eindruck. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn der Referenzgeber gerne persönlich oder telefonisch Auskunft über die erbrachten Leistungen erteilt. Ein weiterer wichtiger Punkt, der eigentlich selbstredend ist: Wer Bewerbungsmappen verwenden möchte, sollte darauf achten, dass sie unzerknittert und richtig bestückt beim Empfänger eintreffen.

Individuell sein

Der Bewerbungsprozess wird zunehmend standardisiert. Umso wichtiger ist es, mit Eigeninitiative und Individualität neue Wege zu gehen und so einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Beim Besuch einer Rekrutierungsmesse lassen sich erste Kontakte zu Unternehmensvertretern knüpfen. Auch eine Mitgliedschaft in Berufsverbänden kann wichtige Beziehungen fördern. Es sollten alle Chancen genutzt werden, sich nicht nur als interessante Persönlichkeit, sondern auch als Bereicherung für das Unternehmen zu präsentieren.

© Benjamin Thorn / pixelio.de

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