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Planung ist die halbe Bachelorarbeit

Früher oder später erwischt es jeden Studenten. Die Stunde der Bachelorarbeit rückt stetig näher und die Nervosität steigt. Auch der letzte ausstehende Leistungsnachweis ist erbracht, nun gilt: „Butter bei die Fische“ und um die gefürchtete Bachelorarbeit kümmern. Doch bei allem Enthusiasmus und Tatendrang, blauäugig sollte man sich nicht an die Sache heranwagen. Diesbezüglich möchte dieser Beitrag eine kleine Strukturierung versuchen.

Eins sollte natürlich klar sein: Ein Patentrezept für eine Bachelorarbeit gibt es nicht und auch dieser Artikel wird ein solches niemals liefern können. Doch auch wenn viele Wege nach Rom führen können, einige Eckpfeiler und Orientierungen lassen sich durchaus herausstellen.

Organisation & Themenfindung

Studentin arbeitetZunächst ist zu bedenken, dass es je nach Prüfungsordnung unterschiedliche Zulassungsvorausset-zungen für die Bachelorprüfung gibt. Man kann sich noch so sicher sein, alle nur erdenklichen Leistungs- und Teilnahmenachweise gesammelt zu haben, trotzdem sollte man immer erst das Prüfungsamt um eine eingehende Prüfung bitten. Erst wenn hier die Zeichen auf Grün stehen, sollte man – falls dies nicht ohnehin schon im Laufe des Studiums automatisch passiert ist – sich sorgfältige Gedanken über ein potenzielles Thema für die Abschlussarbeit machen. Dazu gehört auch die Wahl eines Erstprüfers, mit dem du sich so schnell es geht treffen solltest.

Erzähle ihm oder ihr von deinen Ideen und Vorstellungen, lass dich diesbezüglich beraten – was geht gut, was geht gar nicht etc. Versuche deine Interessen durchzusetzen. Du solltest niemals über etwas schreiben, bei dem du nicht hundertprozentig dahinterstehst. Eher sollte man sich im Zweifelsfalle einen anderen Betreuer suchen. Vergiss zudem nicht, dir Literaturempfehlungen deines Prüfers einzuholen. Diese geben dir einen ersten Anhaltspunkt und sparen Zeit und Mühen in der Bibliothek. Am Ende dieses Schrittes, sollten Thema und Fragestellung vollkommen klar sein.

Steht der Erstprüfer und ist das Thema soweit klar definiert, so gilt es noch einen zweiten Betreuer zu bestimmen. Auch hier kannst du dich in einem klärenden Gespräch ob der Eignung desjenigen vergewissern und dir ebenfalls Literatur empfehlen lassen. Nun beginnt die vorbereitende Literaturarbeit. Besorg dir die von den Betreuern empfohlene Lektüre, bei absoluten Schlüsselwerken solltest du einen Kauf in Erwägung ziehen.

Es ist nötig diese Vorarbeit noch vor der Anmeldung zu tätigen, schließlich können bestimmte Bücher in der Bibliothek vergriffen sein, sodass du wertvolle Zeit verstreichen lassen würdest, sollten Sie auf Fernleihe und/oder Kauf angewiesen sein. Haben Sie sich etwas eingelesen und einen Überblick über Ihr Thema und die dazugehörige Fragestellung gewonnen, so kann ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis, eine Struktur konstruiert werden. Kläre diese anschließend mit deinem Betreuer ab und nehme anfallende Korrekturen vor. Ferner verlangen manche Unis und Prüfer die Anfertigung eines Exposés.

Die Bachelorarbeit schreiben

Erst nach dieser, bereits an sich schon umfangreichen Vorarbeit, solltest du dich die Anmeldeunterlagen zur Bachelorarbeit besorgen, diese ausfüllen, abgeben und mit der eigentlichen Arbeit unverzüglich beginnen. Strukturiere deinen Tagesablauf gut und wahre vor allem Disziplin. „Ins Blaue hinein“ zu schreiben stellt sich meistens als sehr viel stressiger, geschweige denn wenig erfolgreicher heraus.

Ein Tipp zwischendurch: Stelle von Beginn an die richtigen Formatierungsparameter in dem Schreibprogramm deiner Wahl ein, zitiere von der ersten Zeile an durchweg vollständig und richtig, und pflege regelmäßig und durchgängig dein Literaturverzeichnis. Vor allem in der Schlussphase wird dies ungemein viel Zeit und Nerven ersparen und stets dabei helfen den Überblick zu behalten. Mache alles von Anfang an richtig und schiebe nichts auf später!

In der Zwischenzeit sollten sich intensive Schreib- und Lesephasen abwechseln – je nachdem, wie es die Struktur deiner Arbeit erfordert. Plane zudem genügend Pausen ein, treibe Sport und treff dich mit Freunden. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass dies nur dann funktioniert, wenn du deinen ansonsten durchstrukturierten Tagesplan gewissenhaft durchhälst. Auch nachdem du den Hauptteil deiner Arbeit zum Abschluss gebracht hast, empfiehlt es sich einige Tage zu pausieren und erst dann den Schlussteil in Angriff zu nehmen. Die Einleitung sollte im Übrigen, wenn auch nur vorläufig, als erstes schon geschrieben worden sein. Im Laufe des Arbeitsfortschritts kannst du diese dann immer wieder anpassen.

Korrektur & Druck

Nach der Schlusskorrektur geht es an den Druck. Hier stehen dir, und das solltest du in Erwägung ziehen, auch vielfältige Onlineangebote zur Verfügung. Vergewissern kannst du dich etwa hier. Dies erspart dir den Weg zum lokalen Drucker und kann oft auch noch günstiger ausfallen. Dieser Weg sollte allerdings nur dann gewählt werden, wenn du deine selbstauferlegte Arbeitsstruktur konsequent durchgezogen und am Ende somit genügend Zeit für die mit dem Druck verbundenen Formalitäten hast.