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Praktika – Ausbeutung oder wichtiger Einblick ins Berufsleben ?

Kopieren, Kaffee kochen, Botendienste erledigen– das sind die typischen Aufgaben einer Praktikantin bzw. eine Praktikanten? Um die 800 Euro pro Monat verdienen PraktikantInnen wenn sie Glück haben, üblicher ist wohl ein Verdienst von 300 bis 500 EUR. Dafür bekommt man aber Einblicke in die Berufswelt. Und eben weil diese Einblicke in die Berufswelt für viele Studierende so wichtig sind, nehmen diese oft wenig Geld in Kauf. Oft wird von der Generation Praktikum gesprochen, die für wenig oder überhaupt gar kein Geld arbeitet und dabei nicht unzufrieden ist. So stellt sich die Situation in Deutschland zumindest laut Praktikantenreport 2012 dar.
Praktikum, Studium, Praxiserfahrung

Der Praktikantenreport 2012 registriert weiter sage und schreibe 40 Prozent unbezahlte Praktika, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Öffentlicher Dienst und Bildung. In diesen Branchen sind 80 Prozent der PraktikantInnen unbezahlt. Im Gegensatz dazu geht es den PraktikantInnen in Unternehmensberatungen und im Bereich Internet/Multimedia besser. Hier absolvieren nur 10% der PraktikantInnen ein unbezahltes Praktikum. Dabei hängt die Zufriedenheit der PraktikantInnen nicht nur von der Entlohnung ab, sondern vor allem von den Aufgaben, die ihnen übertragen werden. Mehr Verantwortung und spannende Aufgaben machen ein Praktikum klarer Weise reizvoll. Aber leider sind nicht alle Unternehmen gleichermaßen engagiert, wenn es um die sinnvolle Gestaltung des Praktikums und die Zufriedenheit der PraktikantInnen geht.

Experten zu Folge sollte man auf jeden Fall den Unterschied zwischen Praktika im Studium und Praktika nach dem Studium machen. Praktika sind in vielen Studiengängen bereits vorgesehen. Diese haben mit einem problematischen Berufseinstieg, der aus einer Reihe von unbezahlten bzw. schlecht bezahlten Praktika besteht, nichts zu tun. Kettenpraktika, so heißt es, sind nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium kein Massenphänomen.

Gelassenheit und Selbstbewusstsein sind bei jobsuchenden Akademikern auf alle Fälle angebracht, denn sie haben durchaus Qualifikationen vorzuweisen, die sie in Unternehmen entsprechend einbringen können. Oft haben junge Menschen im Ausland studiert oder Sprachaufenthalte im Ausland absolviert. Mit Agenturen wie ESL Sprachreisen beispielsweise können junge Menschen ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Sprachreiseveranstalter bieten nicht nur Sprachkurse für Familien und Schülersprachreisen, sondern auch spezielle Prüfungsvorbereitungs- und Businesskurse die für angehende Akademiker interessant sind. Gerade Sprachkenntnisse verschaffen Studierenden in einer globalisierten Welt, in der sich viele Unternehmen international ausrichten einen entscheidenden Vorteil.

Und es gibt auch Alternativen zum Praktikum. Werkverträge, Zeitverträge oder studiennahe Jobs mit Übergangscharakter – auch auf diese Art und Weise kann man sich für einen späteren Job qualifizieren. Und nicht selten sind diese Alternativen auch besser bezahlt als Praktika.

Bild: bbroianigo / pixelio.de