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Stressmanagement – Auch für Studenten interessant

Heutzutage leiden sehr viele Menschen unter Stress. Und da sind auch Studenten mit eingeschlossen. Denn allzu oft hört man den Satz „Und ich dachte, ein Studium wäre total locker“ von Leuten, die sich etwas ganz anderes unter ihrem stressigen und anspruchsvollen Studium vorgestellt haben. Allein im Jahr 2006 nahmen 22.800 Studierenden die psychologischen Beratungen der Studentenwerke in Anspruch, ein Teil von ihnen wegen zu viel Stress im Studium. Generell wird Stress durch die unterschiedlichsten Situationen ausgelöst – etwa durch eine permanente Über- oder Unterforderung im Beruf (oder eben Studium), durch massive Partnerschaftsprobleme, durch Krankheit und weitere belastende Lebenssituationen. Aber es gibt Abhilfe: Stressmanagementmethoden können dabei helfen, mit diesen belastenden Situationen besser umzugehen bzw. diese ganz abzubauen. Ziel dabei ist es, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden eines Menschen zu erhalten.

Die verschiedenen Methoden des Stressmanagement kann der Interessent entweder aus Büchern lernen oder aber in Einzel- und Gruppengesprächen erfahren. Lehrende von Stressmanagementmethoden sind Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen, etwa Psychotherapeuten, Coaches oder Unternehmensberater.

Verschiedene Methoden – Welche ist die richtige?
Stressbewältigungsmethoden gibt es einige, z.B. Kampfsport (wie hier im Blog schonmal beschrieben). Ein sehr einfach zu erlernendes Konzept ist das Zeitmanagement. Das Zeitmanagement gibt zahlreiche Tipps dazu, wie man anstehende Termine und Aufgaben innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abarbeiten kann. In enger Verzahnung hierzu wird das „simplify your life“-Konzept gesehen. Hier geht es darum, das Leben erst zu entrümpeln und zu entschleunigen – sich also von überflüssigen Dingen, Aufgaben und Beziehungen zu lösen – bevor Methoden des Zeitmanagements greifen können.

Studium & StressIm beruflichen Umfeld werden oft Methoden des Konfliktmanagement als Teil der Stressbewältigung angeboten. Hier soll versucht werden, mittels einer Mediation Konflikte zu benennen und zu lösen. Dabei werden mit einem speziell ausgebildeten Mediator in Gruppensitzungen über bestehende Konflikte gesprochen. Für wiederkehrende Konfliktsituationen können gemeinsam erarbeitete standardisierte Prozesse helfen, Barrieren abzubauen und damit den Stress verringern.

Zu den Stressbewältigungsmethoden gehört auch die Idee des Selbstmanagements. Nach dieser Idee soll jedes Individuum in der Lage sein, unabhängig von äußeren Einflüssen sein Leben zu gestalten. Damit das erreicht werden kann, wird dem Interessenten gelehrt, wie er sich selbst motivieren kann, sich selbst Ziele setzen, diese planen und umsetzen kann. Äußere Einflüsse sollen dabei so betrachtet und eingeordnet werden, dass sie das Individuum bei seiner Zielerreichung nicht behindern.

Die Stressbewältigungsmethode „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ bezieht auch die Physis eines Menschen mit ein. Die bereits in den 1970ger Jahren entwickelte Methode will das Individuum dazu animieren, genau hinzusehen und stressauslösende Einflüsse genau einzuordnen. Das soll beispielsweise dadurch gelingen, in dem das Individuum versucht, den eigenen Körper wahrzunehmen oder mittels Sitzmeditation einen Blick auf das eigentlich Wichtige zu bekommen.

Eher in dem Bereich der Psychotherapie anzusiedeln sind Stressbewältigungsmethoden zur Vermeidung von posttraumatischen Belastungsstörungen nach besonders prägenden Ereignissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Gesprächstechniken, die ursprünglich für Menschen entwickelt wurden, die in stressauslösenden Berufen tätig sind (Rettungsdienst, Polizei u.ä.). Es wird hier versucht, mit dem Betroffenen über das Ereignis zu sprechen, um ihn so von Gefühlen wie Schuld, Hilflosigkeit und Todesangst zu befreien.

Bilder: berwis & Rainer Sturm / pixelio.de