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Nach dem Studium ist vor der Weiterbildung

Bereich Nachhaltigkeit bietet starke Berufsperspektive: Ingenieure, Manager und Techniker profitieren von zahlreichen Weiterbildungen

Erneuerbare Energien

Die Wirtschaftskrise geht zwar auch nicht spurlos an der Solarindustrie vorbei und viele Unternehmen im Bereich Alternative Energien müssen mit ihren finanziellen Ressourcen derzeit sehr haushalten, was meist zum Abbau von Arbeitsplätzen führt. Aber die Prognosen für die kommenden Jahre sind durchaus positiv einzuschätzen. Laut Zahlen der Arbeitsagentur sind derzeit über 380.000 Menschen im Sektor „Erneuerbare Energien“ tätig, bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der Mitarbeite auf 500.000 steigen. Die politisch beschlossene Energiewende erhöht den Bedarf an Spezialisten, als auch an Fachkräften mit weniger branchenspezifischen Kenntnissen.

Bislang führten Unternehmen Weiterbildungen im Themenbereich „Nachhaltiges Wirtschaften“ im eigenen Haus durch. Aber in letzter Zeit häufen sich Angebote externer Dienstleister, die mit Zertifikaten bzw. staatlich anerkannten Abschlüssen locken. Einige Universitäten bieten sogar berufsbegleitende Studiengänge an.

Das Zentrum für Windenergieforschung der Universität Oldenburg startete im letzen Jahr mit dem neunmonatigen Zertifikatsstudium „Offshore Wind Energy“, das im ersten Durchlauf von Ingenieuren, Finanz- und Versicherungsexperten belegt wurde.

Sehr viel umfangreicher ist beispielsweise das Angebot des Zentrums für Erneuerbare Energien an der Uni Freiburg. Den Studiengang Photovoltaics schließt mit einem Master ab. Je nach Vorbildung kann der Abschluss in zwei oder drei Jahren erreicht werden. Interessenten sollten sich allerdings im Klaren darüber sein, dass Grundkenntnisse in Physik für diesen Studiengang nicht ausreichen werden. Theoretisches und praktisches Wissen in Halbleitertechnik wird vorausgesetzt. Das Besondere an diesem Studiengang ist allerdings die Vermittlung. Hier setzt das ZEE auf Online-Studien. Nur ganz wenige Präsenztermine die für experimentelle Workshops u.ä. genutzt werden, sind mit dem Studium verbunden. Damit bietet der Masterstudiengang hohe Flexibilität und Eigenverantwortung. Studiensprache ist Englisch und mit der innovativen Präsentationsform stark international orientiert.

Weiterbildungen im Nachhaltigkeits-Sektor werden nicht nur im technischen Bereich angeboten, auch betriebswirtschaftliche Aspekte werden in eigenen Fortbildungen betrachtet. Die Frankfurt School of Finance and Management spricht mit dem Studiengang Renewable Energy Finance Berufstätige aus Banken und Beratungsgesellschaften sowie Führungskräfte von Energieunternehmen an.

Beste Aussichten für Spezialisten des Energiemanagements

Aufgrund der politischen Regulierung des Marktes und dem Ausstieg aus der Atomenergie bietet das Geschäftsfeld „Erneuerbare Energien“ für Arbeitnehmer und Unternehmen enormes Entwicklungspotential. Auch wenn die Branche momentan ein Tal durchschreitet, führt an der Entwicklung und Marktdurchsetzung regenerativer Energien kein Weg vorbei. Fachkräfte, die sich frühzeitig auf diesem Feld fortbilden, generieren einen Wissensvorsprung, der sie in den nächsten Jahren für Unternehmen zu wertvollen Spezialisten machen wird.

Redaktion

Bild: Thomas Schaack / pixelio.de