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Schulformen in Deutschland

Normalerweise widmen wir uns an dieser Stelle der Bildungsform, die nach dem Schulabschluss kommt – dem Studium. Heute geht es aber mal um die Schule bzw. die verschiedenen Schulformen in Deutschland. Die meisten Schüler besuchen zwar regulären Unterricht, der unterschiedlich lange dauern kann, und doch haben die Eltern die Auswahl zwischen mehreren verschiedenen Optionen. Je nach individuellem Bedürfnis des Schülers kann sich eine alternative Schulformen besser eignen als das reguläre Angebot – dies müssen Eltern und Schüler zusammen mit den Lehrern entscheiden.

Tagesschule
Bei der Tagesschule handelt es sich um die reguläre Schulform. Sie richtet sich an schulpflichtige Kinder und Jugendliche, die den Schulbesuch auf täglicher Basis absolvieren und Vor- oder Nachmittags dort sind. Dies ist abhängig von Alter und Betreuungsangebot der Schule. Viele Schulen bieten begleitenden Nachmittagsunterricht (= Ganztagsschule)auch dann an, wenn die Eltern zusätzliche Betreuung wünschen, sodass sie für die Kinder da sein können, wenn sie aus der Arbeit nach Hause kommen. diese Form hat den Vorteil, dass man sie überall deutschlandweit bekommen kann, immerhin ist sie die Regel.

Internate
Das Internat ist eine Schulform, bei der der Schüler am Schulort wohnt und nur in den Ferien oder am Wochenende zu Hause bei den Eltern ist. Viele Internate bieten Schülern besondere Konditionen, durch die es sich lohnt, nicht zu Hause zur Schule zu gehen und dafür zumindest an Wochentagen das Elternhaus nicht zu bewohnen. Dafür zahlen die Eltern jedoch für den Schulbesuch Geld – Internate sind üblicherweise sehr teuer und lassen sich auch durch Stipendien nur geringfügig vergünstigen.

Abendschulen
Die Abendschule richtet sich eigentlich an Berufstätige, kann unter speziellen Bedingungen aber auch von Schülern regulär in Anspruch genommen werden. Der Unterricht findet abends statt und soll Erwachsenen ermöglichen, nach Feierabend zur Schule zu gehen und Abschlüsse nachzuholen, auch wenn sie berufstätig sind. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche haben meist keine Möglichkeit, eine Abendschule zu besuchen – Schulabbrecher und Schüler in der Altersgruppe, in der der Schulbesuch freiwillig wird, können jedoch eine Chance bekommen.

Fernunterricht
Ähnlich wie die Abendschule richten sich Fernunterrichtsprogramme an Erwachsene, können aber unter besonderen Umständen auch von Schülern genutzt werden. Die Materialien werden zugeschickt und am Ende nimmt der Teilnehmer an einer Externenprüfung teil, der Abschluss ist gleichwertig. Wichtig ist auch in diesem Fall, dass die Schulpflicht bereits beendet ist.

Bild: Dieter Schütz / Pixelio.de