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Abi in der Tasche – Wie geht es jetzt weiter?

abi-und-nunGerade erfolgreich die Schule abgeschlossen, einen Realschulabschluss oder sogar das Abitur geschafft – aber wie geht es jetzt weiter? Wer jetzt erst anfängt darüber nachzudenken, könnte schon zu spät dran sein, denn die besten Ausbildungsberufe sind oft auch die begehrtesten.

Was will ich?
Die Schule ist endlich aus, die letzten langen Ferien warten, aber haben Sie sich schon um einen Ausbildungsplatz gekümmert? Die meisten Ausbildungen beginnen im Herbst und wer seinen Berufswunsch auch verwirklichen will, sollte sich am besten schon vor Ende der Schulzeit mit der Bewerbung beschäftigen. Da die besten Ausbildungsplätze oft auch die begehrtesten sind, heißt es nicht zu lange mit den Bewerbungen zu warten.

Bei der Bewerbung selbst ist vieles zu beachten, wichtig ist insbesondere sich ein reales Bild von dem angestrebten Beruf zu verschaffen, damit man sich sicher ist, dass das wirklich das Richtige für einen ist. Informationen zu den Berufen kann man sich bei verschiedenen Lehrstellenbörsen holen. Bei den Arbeitsämtern und den Industrie- und Handelskammern gibt es Ausbildungsberater, die Ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Wie bewerbe ich mich richtig?
Wenn die Berufswahl dann feststeht, muss eine Bewerbung verfasst werden. Hier gibt es viele Fallstricke, die es zu vermeiden gilt: wie formuliere ich richtig, wie stelle ich mich am besten dar, was ist meine Motivation? Worauf bei einem Bewerberanschreiben insbesondere zu achten ist, können Sie bei experto.de nachlesen.

Alternativen zum schnellen Berufsstart
Wer sich noch nicht für eine bestimmte Lehre oder ein Studium entscheiden kann, für den ist ein Freiwilliges Soziales Jahr vielleicht eine gute Alternative. Hier können Sie sich ausprobieren, in verschiedene Bereiche hineinschnuppern, erste Berufserfahrungen sammeln. Und im Lebenslauf erscheint keine Lücke und das zahlt sich aus bei späteren Bewerbungen. Insbesondere soziales Engagement wird von den Arbeitgebern gern gesehen und soziale Kompetenz lässt sich auch trainieren. Oder Sie machen ein Praktikum bei einem Betrieb, der Sie interessiert. Der Vorteil ist, der Chef lernt Sie persönlich kennen, Sie können zeigen, was sie können und der gewünschte Ausbildungsplatz rückt so in greifbare Nähe.

Ein Jahr Ferien?
Wer sich dafür entscheidet nach all dem Schulstress doch lieber erst einmal auszuspannen und ein Jahr Ferien zu machen, sollte überlegen ob man die extralangen Ferien nicht doch mit etwas Nützlichem verbinden kann. Das macht sich besser im Lebenslauf und ist auch für die persönliche Entwicklung ein echter Pluspunkt.

Mit einer Lehre anzufangen, hat aber auch finanzielle Vorteile. Auch wenn die Höhe des Lehrlingsgeldes von Beruf zu Beruf variiert, ist es doch ein Anreiz das erste eigene Geld zu verdienen. Viele Praktika werden demgegenüber nicht bezahlt und der Verdienst beim Freiwilligen Sozialen Jahr beläuft sich auf maximal 330,- Euro pro Monat. In der Berufsausbildung sind es bei einer Lehre selten unter 400,- Euro und kann sogar bis über 900,- Euro pro Monat hinausgehen.

Es ist nie zu spät
Auch wer es nicht geschafft hat, sich rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern, sollte nicht verzagen. Am Ende bleiben viele Plätze unbesetzt und auch noch zum Ende des Jahres können Schulabgänger noch eine Lehrstelle finden. Dabei ist aber zu beachten, dass der Lernstoff dann nachgeholt werden muss!

Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de