Studium & Studieren Blog

So fällt auch Studenten das Kochen leicht.

Das Studium beginnt, die erste eigene Wohnung oder WG öffnet die Türen und spätestens nach zwei Wochen kann man keine Fertigpizza oder Miracoli Spaghetti mehr sehen. Was nun? Eine sehr gute Hilfe für alle Studenten, die sich zum ersten Mal richtig am Herd versuchen, ist die Seite www.studentenkochbuch.net. Hier hat die Betreiberin Cat seit 2002 kontinuierlich die verschiedensten Rezepte zum Nachkochen eingestellt. Das Angebot ist riesig und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wir wollten mehr über das Studentenkochbuch erfahren und haben mal kurz bei Cat nachgefragt.

Liebe Cat, vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview nimmst. Dein Online-Studentenkochbuch ist ja ein wahrer Schatz an Rezepten und Kochtipps. Wie kamst du zu der Idee, solch eine Seite auf die Beine zu stellen?

Im Studentenwohnheim haben wir mit 8 Mann in einer Wohneinheit gewohnt. In der Gemeinschaftsküche hingen immer Rezepte an der Pinnwand und Partys gab es auch ziemlich oft, bei denen Essen vorbereitet werden musste, also Salate, Dips, Aufläufe, Pizza & Co. Irgendwann fängt man an, die Rezepte zu sammeln und so entstand das erste Kochbuch, welches ein Geschenk für meine Mama war. Als ich mich dann näher mit dem Internet beschäftigt habe, lag es nahe, diese Inhalte auch ins Internet zu stellen. Ich wollte mich von den vielen „Mein Haus, mein Auto, mein Mallorca-Urlaub“-Seiten abheben und den Besuchern einen echten Nutzen anbieten. Mit der Zeit haben sich immer mehr Rezepte angesammelt und ich bekomme von vielen Besuchern (auch außerhalb Deutschlands) Rezepte zugeschickt. Die Kochtipps sind allesamt eigene Erfahrungen, die ich anderen gern weitergeben möchte.

Welche Rezepte kann ich auf deiner Seite finden? Ist da zum Beispiel auch etwas Vegetarisches dabei? Oder auch ein Rezept, wenn ich nur 10 Minuten Zeit habe?

Es finden sich Rezepte für nahezu jede Geschmacksrichtung, jeden Aufwand und jede Kochkunst. Angefangen von ganz ganz einfachen Rezepten wie Rührei und Spiegelei, Amerikanische Würstchen, Karlsbader Schnitten oder gebratene Nudeln mit Käse bis hin zu ausgefallenen bzw. anspruchsvolleren Rezepten wie Feta-Käse im Backteig, Indisches Hühnchen süß-pikant oder Fischfilet in Sesamkruste. Mir ist wichtig, dass sowohl derjenige, der vorher noch nie großartig gekocht hat und vielleicht das erste Mal nicht mehr an „Mutters Tisch“ sitzt, ein geeignetes Rezept für sich findet, als auch derjenige, der oft und gern am Herd steht. Außerdem achte ich darauf, die Rezepte verständlich zu halten, also dass man nicht mit Fremdwörterbuch neben dem Kochtopf stehen muss, um herauszufinden, was tranchieren, blanchieren usw. bedeutet. Schnell sollen sie gehen und wenig kosten. Bei jedem Rezept steht die ungefähre Zubereitungsdauer, die Schwierigkeit und ob es mit Fisch, Fleisch oder für Vegetarier geeignet ist. Ein paar besonders empfehlenswerte vegetarische Rezepte aus meiner Sicht sind: Frischkäsegemüse, vegetarische Klöpse, Spaghetti mit Oliven und Schafskäse (eines meiner Lieblingsrezepte), Gratinierte Gnocchi auf Spinat oder Gallo Pinto nach Tobi. Und es gibt sogar Rezepte, die nur 5 Minuten dauern, z.B. Cat’s 3-Minuten-Sandwich, Käsesalat, Maispfannkuchen, Bampf á la Martina oder Tomaten-Mozarella.

Und du hast alle Rezepte schon selber gekocht? Oder wie kommst du auf die Ideen?

Nein, alle Rezepte habe ich noch nicht kochen können. Ich koche aber Stück für Stück die Rezepte nach, so dass ich zum einen das Rezept beurteilen und evtl. noch den einen oder anderen Tipp geben kann und zum anderen, um ein Foto zu haben. Mein Freund beschwert sich immer, dass er erst anfangen kann mit essen, wenn ich auch alles fotografiert habe. :)

Auf die Ideen komme ich teilweise selbst, indem ich den Kühlschrank aufmache und einfach schaue was da ist. Dann heißt es „Improvisieren und Probieren“. Das macht viel Spaß und schafft oft neue Kreationen, die erstaunlich gut schmecken. Teilweise bekomme ich die Rezepte zugeschickt. Wichtig ist mir, dass die Rezepte nicht einfach irgendwo abgeschrieben werden, sondern möglichst Eigenkreationen oder Familienrezepte sind.

Du bist ja nun schon länger keine Studentin mehr.  Muss man sich Sorgen machen, dass irgendwann keine neuen Studentenrezepte mehr folgen?

Ganz klar NEIN. Es muss sich niemand Sorgen machen. Ich verkehre immer noch gelegentlich in studentischen Kreisen *g*. Außerdem werden viele Rezepte von Personen zur Verfügung gestellt, die zwar keine Studenten, aber trotzdem chronisch pleite sind und/oder wenig Zeit zum Kochen haben.

Na dann freuen wir uns auch weiterhin auf viele leckere Anregungen zum Kochen. Wir werden heute Abend direkt mal deine Zucchinipfanne ausprobieren. Wir wünschen dir auch weiterhin viel Spaß beim Kochen und alles Gute für dich und dein Baby.

Vielen Dank für euer Interesse und viel Spaß beim Nachkochen. Die Zucchinipfanne ist immer noch ein Lieblingsrezept von mir, auch wenn ich demnächst bestimmt viele Breigerichte kochen werde. :)