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Studentenleben: Gründung einer WG

Das Studentenleben beginnt für jedermann anders, eine Frage wird sich jedoch jeder stellen: Wo werde ich wohnen? Einfach weiter im Hotel Mama aushalten lassen, eine eigene Wohnung mieten oder sucht man sich ein paar Leute zusammen und gründet eine WG?

Hier wird es um Letzteres gehen. Wie gründe ich eine WG? Was muss ich dabei beachten?
Zunächst muss eine Wohnung gefunden werden, die WG-tauglich ist. Dabei muss eine ausreichende Anzahl Zimmer vorhanden sein, die möglichst so verteilt sein sollten, dass niemand den anderen behindern kann. Es sollte für jedes WG-Mitglied ein Zimmer zur Verfügung stehen, des Weiteren sollte eine Art Gemeinschaftsraum vorhanden sein. Diesen Zweck kann beispielsweise die Küche erfüllen.

Auch der Vermieter muss seine Erlaubnis zu einer WG erteilen. Viele Vermieter haben eine eher negative Haltung gegenüber WGs. Es kann schnell laut werden, das Risiko, die Mietzahlungen verzögert zu erhalten, steigt mit der Anzahl der Mieter und manchmal werden die Wohnungen verdreckt und beschädigt wieder abgegeben. Vor allem aber in Unistädten sollten sich dennoch genügend Vermieter finden, die das JA zu einer WG und damit für den angehenden Studenten zur ersten eigenen Wohnung(zumindest in Teilen) gibt. Formular für die WG-Gründung haben wir übrigens hier kostenlos bereitgestellt.

Dann stellt sich die Frage: Mit wem ziehe ich zusammen?
Mit Freunden zusammenzuziehen, kann die WG sowohl zu einem Traum, als auch zu einem Albtraum werden lassen. Oftmals stellt man erst nach dem Einzug fest, dass die Vorstellungen des Zusammenlebens sich doch recht stark voneinander unterscheiden. Es sollten also alle Themen gründlichst besprochen werden! Rechte und Pflichten müssen festgelegt und von jedem akzeptiert werden. So etwas darf keinesfalls erst im Nachhinein zum Thema werden.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, mit völlig fremden Menschen zusammenzuziehen. Diese können sich über Anzeigen im Internet oder auch mithilfe von Aushängen an der Uni finden. In diesem Fall muss ein Vertrauensverhältnis erst aufgebaut werden, und wenn sich zu Beginn ein falsches Bild von den Mitbewohnern gemacht wurde, können leicht Konflikte entstehen. In diesem Artikel geht es darum, selbst eine WG zu gründen, aber jeder sollte sich auch die Frage stellen, ob er sich nicht lieber einer bereits bestehenden Wohngemeinschaft anschließen möchte.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Mit der Gründung einer WG, also dem Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen, schließt man einen Gesellschaftsvertrag ab. Damit wird die WG zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, was vielen Menschen nicht bewusst ist. Dies sorgt unter anderem dafür, dass die WG selbst als Hauptmieter eingetragen werden kann. Das erfordert, dass alle Mitglieder der Wohngemeinschaft in deren Name den Mietvertrag unterzeichnen. Natürlich ist es auch möglich, dass ein Einzelner als Hauptmieter eingesetzt wird.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Wie dem auch sei: Eine WG ist eine tolle Möglichkeit, günstig zu wohnen und in der neuen Studentenstadt auch schnell viele Leute kennenzulernen. Von uns gibt es eine klare Empfehlung dafür!