Studium & Studieren Blog

Studieren ohne Abitur

Heutzutage wird von vielen Arbeitgebern der mangelnde Praxisbezug im Studium beklagt. Die Studenten seien zwar theoretisch sehr gut informiert, könnten ihr Wissen aber praktisch schlecht umsetzen. Die Kultusminister haben aus diesem Grund eine neue Richtlinie, im März 2009, für alle Bundesländer geschaffen. Entscheidend für die Aufnahme an einer Hochschule soll die Motivation und das Engagement der Bewerber.

Die Hochschulen gehen jedoch von Vorkenntnissen auf Abi- Niveau aus und deshalb müssen die Bewerber diese Fachkenntnisse unter Beweis stellen. Am 8. März 2010 wurde eine neue Verordnung für den Hochschulzugang erschaffen, die zwischen 3 Gruppen von beruflich qualifizierten Studienbewerbern unterscheidet:

  1. Bewerber mit einem sogenannten Meister und Bewerber mit beruflicher Aufstiegsqualifizierung. Inhaber einer solchen Qualifizierung haben einen Prüfungsfreien Zugang zu allen Studiengängen.
  2. Beruflich qualifizierte Bewerber mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung und anschließender mindestens dreijähriger berufsausübender Tätigkeit im gleichen oder einem dem gewünschten Studium fachlich entsprechenden Beruf. Diese Berwerber erhalten einen Prüfungsfreien Studienzugang, zu allen dem Beruf fachlich entsprechendem Studiengängen.
  3. Bewerber mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung und anschließender dreijähriger Tätigkeit, in einem fachlichen Studiengang, der dem gewählten Studium entspricht. Qualifizierte Bewerber dieser Gruppe können über eine zugangsprüfung oder über eine Probestudium zugelassen werden. Bewerber dieser Kategorie müssen sich darüber bewusst sein, dass sie während des Laufenden Probestudium jederzeit wieder abgelehnt werden können, wenn sie dem fachlichen Niveau nicht entsprechen.

Engagierte Studienbewerber haben durch diese neuen Verordnugen die Chance, sich weiter zu qualifizieren. Viele solcher Bewerber verfügen bereits über ein breites fachliches Wissen, weshalb sie in den Meisten Betrieben nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss sicherlich gern gesehen werden. Die Studiengebühren müssen für solch einen Studiengang natürlich trotzdem aufgebracht werden.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de